Leitbild Fokusraum Bern-Ost

Die Planungsträgerinnen und Planungsträger (Kanton Bern, Regionalkonferenz Bern-Mittelland RKBM, Stadt Bern, Gemeinden Muri und Ostermundigen, Bundesamt für Strassen ASTRA) haben als gemeinsame Vision für den Fokusraum Bern-Ost ein Leitbild formuliert. Dieses ist das Ergebnis eines langen und gründlich geführten Prozesses.

Dazu haben insbesondere drei interdisziplinär zusammengesetzte Bearbeitungsteams einen massgeblichen Beitrag geleistet. Sie haben untersucht, wie sich die Quartiere in der Stadt Bern und in der Gemeinde Muri bei Bern weiterentwickeln können und sich die Chance der Verlegung der Autobahn bestmöglich nutzen lässt.

Ihr Fokus lag darauf, Handlungsspielräume zu schaffen, Lösungsvorschläge nachvollziehbar zu machen, wie mit Bestehendem umgegangen und wie Neues einbezogen werden soll, und für zukünftige Orte Bilder und Illustrationen zu skizzieren.

Auch die Bevölkerung, Quartiervereine, Organisationen, Parteien und Verbände haben an verschiedenen Partizipationsformaten mit ihrem Raumverständnis und ihrem Wissen den Prozess unterstützt, angereichert und kritisch hinterfragt.

So konnten essenzielle Erkenntnisse gewonnen werden, welche die Grundlage für die Entwicklung des Leitbildes bildeten.

Bernost Leitbild Zukunft 2050 Bypass Bern Ost

Das im Leitbild skizzierte räumliche Zukunftsbild 2050 sowie die leitenden Grundsätze, denen die zukünftige Entwicklung folgen soll, stecken den Rahmen ab: Die Autobahn wird in einen Tunnel verlegt, die durch die Autobahn einst getrennten Quartiere rücken wieder zusammen, eine «Voie Verte» – ein durchgrünter Mobilitäts- und Stadtraum – vernetzt Grün- und Stadträume, regionale sowie lokale Zentren werden zu Dreh- und Angelpunkten der Entwicklung.

Der Fokusraum Bern-Ost wird so zu einem zusammenhängenden Stadtraum und ermöglicht eine nachhaltige, urbane Mobilität. Leitbilder für Frei- und Grünraume, Siedlung, Mobilität, Strassennetz sowie Ökologie und Klima verorten die vorgesehenen Entwicklungen im Fokusraum.

Mit dem Leitbild haben sich die Planungsträgerinnen und Planungsträger zudem auf Grundsätze geeignet, wie sie gemeinsam zusammenarbeiten und weiter vorgehen wollen. Eine Umsetzungsagenda zeigt die wichtigsten Planungen und Projekte für die nächsten Jahre auf. Mit der Unterzeichnung des Leitbilds am 13. Juni 2023 ist dieses für die Planungsträgerinnen und Planungsträger verbindlich.